„VOLLPFOSTEN DER WOCHE“ – ERGEBNIS KW 39

Zugegeben, die Zeit für das aktuelle Voting zum „Vollpfosten der Woche“ war extrem kurz – nach der Einrichtung der speziellen Voting-Seite am Samstag Mittag und deren Bewerbung über die diversen Kanäle haben aber immerhin bis 24.00 Uhr noch bemerkenswerte 647 User abgestimmt (davon 1 ungültig). Für die kommende Woche (KW 40) hat man volle sieben Tage Zeit für eine Entscheidung – wir sind gespannt, wieviele User sich dann beteiligen werden und wer dann am Samstag, 03.10.2020 um 24.00 Uhr die Nase vorne hat!

Die 646 Stimmen aus dem Voting der KW 39 entfielen auf die Kandidaten wie folgt:

Platz 1 (Gold und Vollpfosten der KW 39): DANA GUTH (NIEDERSACHSEN) – 323 Stimmen

Platz 2 (Silber): JÖRG („SPENDEN“) MEUTHEN (BADEN-WÜRTTEMBERG) – 89 Stimmen

Platz 3 (Bronze): RÜDIGER LUCASSEN (NRW) – 75 Stimmen

Platz 4 (Blechmedaille): JÖRG NOBIS (SCHLESWIG-HOLSTEIN) – 61 Stimmen

Platz 5 (Trostplatz): MATTHIAS HELFERICH (NRW) – 34 Stimmen

Abgeschlagen auf den Folgeplätzen lagen Beatrix von Storch (27 Stimmen), Fabian Jacobi (14 Stimmen), Andreas Keith (8 Stimmen), Knuth Meyer-Soltau (6 Stimmen), Frank-Christian Hansel und Georg Pazderski (je 3 Stimmen), Robert Lambrou, Uwe Junge sowie Berengar Elsner von Gronow (je 1 Stimme). Letztgenannten werden wir neu in unsere Liste der bislang insgesamt „Gewählten“ aufnehmen. Eine Stimme wurde zudem für Markus Söder abgegeben – der ist aber bekanntermaßen (noch?) in der CSU und nicht in der AfD. Daher konnte dieses Voting – der „Vollpfosten der Woche“ gilt exklusiv als Wettbewerb nur für die ehemalige „Professoren-Partei“ AfD – nicht in das Ergebnis einbezogen werden (ungültig).

Dana Guth war mit dem beleidigten „Sprengen“ der Landtagsfraktion in Niedersachsen und dem damit verbundenen massiven Parteischaden wohl eindeutig der „Shooting-Star“ in der vergangenen Woche. Die ebenfalls „geplatzte“ Fraktion im Kieler Landtag katapultierte Jörg Nobis – seit Jahren politisch völlig unauffälliger „Versorgungspolitiker“ in Schleswig-Holstein und wie auch Dana Guth Anhänger der „weichgespülten“ Meuthen-Entourage – immerhin von 0 auf Platz 4 bei den Usern.

Ihre exponierten Plätze halten konnten der (Noch-)Bundessprecher Jörg („Spenden“) Meuthen (Platz 2) und der Ex-Oberst aus NRW, Rüdiger Lucassen (Platz 3). Dauer-Versager und permanenter Parteizersetzer Meuthen wird wohl aus unserer Sicht einen ewigen Platz im „Vollpfosten-Ranking“ behalten, der bei den Kommunalwahlen in NRW völlig versagende Landessprecher Lucassen bestätigt seine Ambitionen ebenfalls nachhaltig und wird wohl auch künftig für einen Platz unter den „TOP 5“ immer wieder gut sein können.

Nachwuchs-Star, Kornblumen-Träger und „Jung-Jurist“ Matthias Helferich (Platz 5) kam bei der Wahl sicherlich zugute, dass er ganz wesentlich – gemeinsam mit Lucassen – die persönliche Verantwortung für das katastrophale Wahldesaster in NRW trägt, das die bislang noch stärkste Oppositionspartei im Deutschen Bundestag im einwohnerstärksten Bundesland NRW zu einer lächerlichen Splitterpartei degradiert hat.

Bei der Oldenburger Adeligen Beatrix von Storch spielte bei den abgegebenen Stimmen sicherlich eine besondere Rolle, dass sie – gemeinsam mit den hinter ihr platzierten Georg Pazderski und Frank-Christian Hansel – maßgeblich für die Zersetzung des Berliner Landesverbands verantwortlich ist. Bei dem auf Bundesebene weitestgehend unbekannten Hansel spielte nach Aussagen der User zudem eine gewichtige Rolle, dass er der Fraktion im Abgeordnetenhaus Berlin einen faustdicken Finanzskandal lieferte. Wie etwa auch in NRW – die finanziellen Unregelmäßigkeiten aus der Vergangenheit sind noch längst nicht aufgeklärt – soll es zu illegalen Finanztransaktionen und potentieller Untreue gekommen sein.

Die beim Voting auf den hinteren Plätzen gelandeten NRW-„Polit-Stars“ Fabian Jacobi, Andreas Keith und Knuth Meyer-Soltau sind ganz wesentlich für den maroden und rechtsfeindlichen Zustand des Landesverbands verantwortlich. Jacobi, der gemeinsam mit dem „Juristen“ Peter Bohnhof die NRW-Satzung vollständig entdemokratisiert hat und den Verband mit faktischer Entrechtung der Mktglieder als „Führerpartei“ aufgebaut hat, ist seit Bestehen der Gliederung eines der Hauptprobleme der Partei. Meyer-Soltau aus Bochum, der in Insider-Kreisen aufgrund seines „seriösen“ Klientels nur der „Hooligan-Anwalt“ genannt wird, steht derzeit mit seiner Person exemplarisch für die möglicherweise rechtswidrigen Säuberungsmassnahmen gegen zahlreiche Mitglieder aus NRW. Andreas Keith, der sich bei den Kommunalwahlen eine Zusatzversorgung über den Leverkusener Stadtrat neben seinem Landtagsmandat und den Zulagen als „Parlamentarischer Geschäftsführer“ (PGF) besorgte, steht seit Jahren (noch unter Pretzell) für zahlreiche dubiose Vorgänge. Insbesondere für die potentiellen illegalen Parteispenden im Zusammenhang mit dem „Deutschlandkurier“ sowie dem „Extrablatt“, die der Partei noch namhaften Schaden zufügen könnten, ist Keith maßgeblich verantwortlich.

Robert Lambrou (Hessen) sowie Uwe Junge (Rheinland-Pfalz) sind lediglich unbedeutende (Ex-)-Landesfürsten aus der Meuthen-Entourage. Ex-Altparteiler Lambrou hat den hessischen Landesverband nachhaltig zersetzt, Ex-Soldat Junge (parteiintern als „Pickelhauben-Kasper“ bezeichnet), der einige auch an eine Figur aus der „Augsburger Puppenkiste“ erinnert, hatte nach zahlreichen Misserfolgen auf Landesebene verzweifelt versucht, sich auf Bundesebene zu platzieren – und war grandios gescheitert.

Überraschend in die „Charts“ eingezogen ist Berengar Elsner von Gronow. Der NRW-MdB, der via Überhang- bzw. Ausgleichsmandat im Deutschen Bundestag versorgt wurde, ist – entgegen des ersten Eindrucks – nicht etwa adelig, sondern ein ganz normaler „Bürgerlicher“, der früher mit seiner Mutter Figürchen auf Weihnachtsmärkten verkaufte. Einige „Parteifreunde“ sagen ihm eine potentielle Nähe zu den „Diensten“ nach – dies sind aber unbestätigte Gerüchte. Tatsache ist allerdings, dass er – wie alle anderen Mandatsträger der NRW-Landesgruppe – seit 2017 im Deutschen Bundestag völlig untergegangen ist und keinerlei politische Akzente setzen konnte.