#KAPITALMÄRKTE: WOHIN KÜNFTIG MIT DEM #VERMÖGEN IN UNSICHEREN ZEITEN?

Nach dem massiven Einschnitt in die #Weltwirtschaft aufgrund der #Corona-#Pandemie und den (oft überzogenen) staatlichen #Interventionen in die nationalen #Wirtschaftsprozesse (temporärer #Shutdown in vielen Ländern) stellt sich für Jedermann die Frage: Wie geht es weiter? Und vor allem: Wie bewahre ich meinen erreichten #Wohlstand bzw. wie schütze ich mein #Vermögen vor den unsicheren Zeiten, die weltweit bevor stehen.

Um es vorweg zu nehmen: Hierzu gibt es keine einheitliche Antwort oder gar ein „Standard-Rezept“ – viel zu unterschiedlich sind die (Anlage-)Motive einzelner und deren Anlage- bzw. Risikopräferenzen. Allerdings kann man eine allgemeine #Prognose zu einzelnen Märkten formulieren und den jeweiligen Ausblick wagen. Eines ist jedoch klar: Um sein jeweils erreichtes #Wohlstandsniveau zu bewahren und das #Vermögen zu schützen bedarf es künftig deutlich mehr #Flexibilität und einer höheren #Reaktionsgeschwindigkeit. Die alte „Kostolany-Regel“, nach der man etwa eine #Aktie kauft und sie dann jahrelang oder jahrzehntelang in einem #Depot verwahrt und sich dann über üppige Renditen freut, wird künftig nicht mehr uneingeschränkt und vor allem nicht in jedem Markt gelten können.

In der Eurozone werden aktuell bereits „Beruhigungspillen“ verteilt: Namhafte Institute – etwa das #IFO-Institut in #München – prognostiziert die Auswirkungen der Corona-Krise schon wieder weit moderater als noch vor einigen Wochen. Warum hat sich die Einschätzung der Wirtschaftsakteure so schnell wie aufgehellt? Es ist wenig verwunderlich, werden die strukturellen Probleme doch derzeit mit der „Druckerpresse“ zugeschüttet – sowohl bei #Unternehmen (#Staatshilfen, #Kredite etc.) als auch bei den Privaten Haushalten (#Zuschüsse, #Kurzarbeitergeld). Damit entsteht die vom Staat beabsichtigte Illusion, dass man die Krise mit Papiergeld (FIAT-Geld) überstehen könne. Die vom Staat derzeit „großzügig“ verteilten Milliarden künftiger #Steuergelder sorgen derzeit künstlich dafür, dass das #Bruttoinlandsprodukt (#BIP) sich kurzfristig „erholt“ – ein „Schein-Aufschwung“, das große Katzenjammern wird auf dem Fuße folgen. Kurzfristig funktioniert diese „Politik“ sogar, mittel- und langfristig führt das aber in die wirtschaftliche Katastrophe. Die unvermeidlichen Folgen: Hyper-Inflation und Massenarbeitslosigkeit.

Die rigiden Maßnahmen des Staates sowie die Beschleunigung einer staatlichen, sozialistischen #Zentralverwaltungswirtschaft werden dramatische Auswirkungen auf das #Geldsystem (#Euro) haben. Noch treibt die „gedruckte“ #Liquidität insbesondere an den #Aktienmärkten die Kurse – allerdings ist bereits eine deutliche Nervosität der Akteure spürbar. Könnte die „Party“ bald vorbei sein? Tatsache ist, dass zahlreiche Unternehmen – auch börsennotiert – die erzeugte wirtschaftliche „Pandemie-Krise“ nicht überleben werden. Zum Jahresende bzw. in 2021 werden hunderttausende Privat- und Firmeninsolvenzen die dramatische Situation der deutschen Wirtschaft nicht mehr verbergen können. Und dann wird es zu einer massenhaften Vernichtung der „klassischen“ Assets kommen.

Vernichtet werden insbesondere die diversen #Geldvermögen in #Euro, die ohnehin seit Jahren durch eine ruinöse Niedrigzinspolitik bereits spürbar entwertet wurden: Giro-, Spar- und Termingeld-Guthaben werden von der Hyper-Inflation geradezu „aufgefressen“. Besonders dramatisch werden die Auswirkungen der Krise auch auf die Lebensversicherungen und privaten Rentenversicherungen sein – viele Versicherungsunternehmen stehen vor dem Aus, die Guthaben werden wohl weitestgehend verschwinden. Die Aktien- und vor allem die Anleihe-Märkte drohen zu kollabieren – die #EZB kann nicht unbegrenzt wertlose Papiere ankaufen.

Wie kann man also sein #Vermögen zumindest erhalten – die Frage einer „#Rendite“ wird sich künftig gar nicht mehr stellen (können)! Zunächst ist zwingend der Euroraum zu meiden – sofern die Währung kollabieren sollte und die Hyper-Inflation einsetzt, heißt es, in relativ stabilen Währungen investiert zu sein. Ein Mix aus Englischen Pfund – derzeit zu attraktiven Kursen einzukaufen – sowie Schweizer Franken oder Norwegische Krone macht im europäischen Raum Sinn. In jedem Fall sollten Asset auf Dollar-Basis beigemischt werden.

Bei den Asset-Klassen sind in jedem Fall Anleihen drastisch abzubauen, auch Aktienpositionen sollten in defensive Werte – etwa Pharma, Lebensmittel und High-Tech – umgeschichtet werden. Immobilen-Investitionen sollten auf dem derzeit hohen Niveau sorgfältig geprüft werden – in den ersten Regionen Deutschlands fallen bereits die Preise. Zu berücksichtigen ist, dass es bei einer weiteren Verschlechterung der wirtschaftlichen Lage (insbesondere Zunahme der Arbeitslosigkeit) zu ansteigenden Verwertungszahlen (Zwangsversteigerungen) kommen wird, die auf das Preisniveau drücken werden. Zudem ist zu berücksichtigen, dass der Staat ggf. als „Lastenausgleich“ der Krise die „Vermögenden“ – also insbesondere die Immobilien-Besitzer – mit „Zwangshypotheken“ belasten könnte. Ein Vorgang, der nach dem Zweiten Weltkrieg bereits als „Aufbauhilfe“ realisiert wurde und der – insbesondere unter einer links-rot-grünen Regierung realistisch droht, um die massiven Steuerausfälle in den kommenden Quartalen kompensieren zu können.

Die Bedeutung „alternativer Assets“ sollte künftig nachhaltig steigen: Insbesondere die Investition in klassische Edelmetalle ist als Vermögenserhaltungsstrategie zu empfehlen. Zu bevorzugen ist die „physische“ Investition in Silber- bzw. Goldmünzen oder -barren, von einer Anlage in entsprechenden „Zertifikaten“ ist abzuraten. Interessant ist, dass die „Meldegrenze“ für den Kauf von Edelmetallen in den letzten Monaten auf nur noch EUR 2.000 gesunken ist – offenbar will der Staat dadurch die (anonyme) „Flucht“ der Anleger in Gold und Silber unterbinden oder zumindest erschweren. Künftig könnte sogar ein „Erwerbsverbot“ denkbar sein – physische Münzen oder Barren sind derzeit ohnehin schwer bzw. mit hohen Preisaufschlägen zu bekommen.

Interessant sollten künftig die – staatlich nicht kontrollierten – #Kryptowährungen werden, allen voran der bekannte #Bitcoin. Nach einem kurzen Rückschlag in der Pandemie erholten sich die Kurse bereits nachhaltig. Bei derzeitigen Preisen von ca. EUR 9.000 stellt ein Teilinvestment des Vermögens in Bitcoin eine interessante Anlagealternative dar. Aktuell sind etwa 88% der maximal „schürfbaren“ Bitcoins am Markt handelbar (Marktkapitalisierung: EUR 167,4 Mrd. Euro, d.h. 18,5 Millionen Coins), täglich werden an verschiedenen elektronischen Börsen ca. 48,1 Mrd. Euro gehandelt (5,3 Millionen Coins). Experten erwarten eine Kursentwicklung in Richtung USD 30.000 (ca. EUR 25.600) in den nächsten Monaten. Der Erwerb sowie eine Verwahrung von Kryptowährungen ist mittlerweile auch für den privaten Anleger in einem elektronischen „Wallet“ relativ sicher darstellbar. Dabei kann man die Kryptowährungen entweder bei institutionellen Anbietern oder auf einem eigenen „Wallet“ – etwa auf dem Handy – verwalten und verwahren.

Bildquelle: onvista.de (Montage Abakus News)