#AFD-#NRW: WIE ENTSCHEIDET DER #BUNDESVORSTAND AM KOMMENDEN MONTAG IN DER „CAUSA #HELFERICH“?

Es besteht mittlerweile leider Klarheit darüber, dass die AfD – insbesondere wohl in den Westverbänden – ggf. systematisch mit problematischem, möglicherweise sogar verfassungsfeindlichem Gedankengut und entsprechenden Protagonisten infiltriert wurde. Eine besondere Rolle spielen neben den „Diensten“ dabei offenbar auch externe „Finanziers“ (wie von Abakus News bereits am Beispiel Bayern mit Corinna Miazga und ihrer „Beziehung“ zu Tom Rohrböck gezeigt: https://abakusdotnews.wordpress.com/2021/05/26/afd-bayern-hat-die-extern-gesteuerte-landessprecherin-corinna-miazga-in-greding-erfolg-mit-ihrer-mitleidsnummer/), die die Partei in einer eindeutig „extrem rechten“ Ecke verorten wollen und ihre willfährigen Handlanger entsprechend hierzu motivieren.

Insbesondere in NRW scheint der Landesverband nach der handstreichartigen „Machtergreifung“ des egozentrischen und apolitischen Ex-Oberst Rüdiger Lucassen und seinem „Schlagmann“, dem „Jung-Juristen“ ohne Berufserfahrung, Matthias Helferich, in übelste ideologische Bereiche abzudriften: Gab es in früheren Zeiten noch etwa gut 30% authentisch patriotische Mitglieder, die sich teilweise in Form des sog. „Flügels“ organisiert hatten, wechselte die Mitgliederzusammensetzung in den vergangenen Monaten spürbar: Rund um die „Kölner Anwaltsmischpoke“ mit Jochen Haug (Mitglied im Bundesvorstand), Roger Beckamp (MdL und Strippenzieher im NRW-Landesschiedsgericht) und Fabian Jacobi (MdB und Satzungsverweser) sowie der JA NRW mit ihrem „demokratischen Freisler“ an der Spitze vollzog sich ein signifikanter Wandel innerhalb der Mitgliedschaft. Aus der ehemaligen „Professorenpartei“ ist nicht nur eine sprichwörtliche „Jogginghosen-Truppe“ (damalige Beschimpfung der Flügel-Anhänger durch die vermeintlich „Bürgerlichen“) geworden. Nein, es sind dem Vernehmen nach in den vergangenen Monaten immer mehr „Mitglieder“ in den Landesverband eingeschleust worden, die ganz offensichtlich dem links-rot-grünen Narrativ von „Neo-Nazis“ entsprechen.

Erste Tendenzen sind in NRW bereits seit 2017 in der NRW-Landtagsfraktion zu beobachten: Insbesondere die „Angestellten“ der Fraktion bzw. diejenigen rund um Roger Beckamp und Andreas Keith, aber auch bei anderen vermeintlich „Bürgerlichen“ wie Helmut („Malbuch“) Seifen oder Fraktionschef Markus Wagner, fallen bei genauerer Prüfung durch eindeutig rechtsextremistisches bzw. rechtsradikales Gedankengut mit einschlägigem Hintergrund auf. Ein Beispiel von vielen ist der u.a. für PI-News publizierende und wegen Veruntreuung von Fraktionsgeldern rechtskräftig verurteilte, frühere Pro Köln-Vorsitzende Markus Wiener, der eine AfD-Anstellungsversorgung sowohl im NRW-Landtag bei Beckamp als auch in der Leverkusener AfD-Fraktion bei Keith geniesst. Alles nur Zufall oder „bedauerliche Einzelfälle“? Nein!

Und jetzt hat es das „Neo-Nazi-Team“ Lucassen sogar geschafft, mit Kornblumen-Träger Matthias Helferich, der sich selbst stolz als das „freundliche Gesicht des NS“ bezeichnet, sogar die Tür zum Deutschen Bundestag aufzustoßen (https://www1.wdr.de/nachrichten/chat-aussagen-afd-landesvize-helferich-102.html). Der momentan (noch!) relativ sichere Platz 7 auf der NRW-Reserveliste könnte dazu führen, dass ein bekennender Neo-Nazi mit seinem gesamten, ideologisch nicht minder problematischen (JA-NRW-) Gefolge als NSDAP-Nachfolger in das deutsche Parlament einzieht. Und damit wäre das links-rot-grüne Narrativ der AfD als „neue Nazi-Partei“ Realität geworden. Das bislang rein propagandistische Altparteien-Gefasel von „demokratischen Parteien“, das die AfD dabei immer ausschliesst, bestünde plötzlich völlig zu Recht!

Am kommenden Montag soll nunmehr also der Bundesvorstand nach wochenlangem Zögern und Zaudern entscheiden, wie mit der „Causa Helferich“ umzugehen sein wird. Eigentlich ist die Sache sonnenklar: Sofortige Aberkennung der Mitgliederrechte und Parteiausschluss – ohne wenn und aber. Wer einen Andreas Kalbitz aufgrund angeblich fehlender Angaben in seinem (gar nicht mehr im Original vorliegenden!) Mitgliedsantrag oder eine Doris von Sayn-Wittgenstein auf Basis erfundener bzw. konstruierter Vorwürfe aus der Partei ausschliesst, der darf bei echten (Neo-) Nazis keinen Augenblick zögern! Alles andere wäre fadenscheinige und unglaubwürdige Doppelmoral. Und den bereits seit Januar 2021 über die Äußerungen von Helferich – der parteiintern bereits als „Hitlerich“ bezeichnet wird – informierten Ex-Oberst Lucassen könnte man ebenso sanktionieren. Denn letztlich trägt er durch sein Vertuschen und Verschweigen die Verantwortung für das, was in den nächsten Wochen die gesamte Partei massiv belasten wird. Er hat Helferich auf die Bundesliste befördert. Und er ist verantwortlich für das beschriebene Desaster der Infiltration von problematischen „Mitgliedern“ in „seinem“ Landesverband.

Allerdings befinden sich beide „Lager“ des Bundesvorstands vor dieser Entscheidung, die eine ernsthafte und langfristige Tragweite für die Gesamtpartei besitzt, in einem Dilemma. Denn die wahlkampfführende „Chrupalla-Weidel-Fraktion“, der u.a. auch der Thüringer Brandner angehört, sind geprägt von „Korpsgeist“ und der Überzeugung, sich nicht von eigenen Leuten distanzieren zu müssen. Zudem hatte man seitens der Ostverbände (fälschlicherweise!) in der Vergangenheit das Gefühl, man könne sich über Helferich – und damit auch Lucassen – sowie den Duisburger Kreissprecher Andreas Laasch neue Machtoptionen in einem bislang Meuthen-hörigen Landesverband NRW erschließen. Diese „Strategie“ mit diesen „Schein-Patrioten“ hat allerdings – wie auch in anderen Westverbänden wie Bayern oder Schleswig-Holstein – nachweislich nicht funktioniert. Im Gegenteil: Man fraktionierte den patriotischen Teil in Niedersachsen, Schleswig-Holstein, Bayern und NRW und beförderte allenfalls „Pseudo-Patrioten“ in die vorderste Front. Und nunmehr will man mit einer „Wagenburg-Mentalität“ den NSDAP-affinen Helferich und seine (JA-NRW-) Vasallen auch noch schützen? Aber ist dieser Preis denn am Ende nicht wirklich zu hoch?

Auch innerhalb des mehrheitlich zu („Spenden“-) Meuthen zählenden Bundesvorstands ist eine Entscheidung nicht so eindeutig zu treffen wie es scheint. Denn einerseits muss Meuthen auf die für ihn günstigen Delegierten-Mehrheiten in NRW achten, die ihm überwiegend von Lucassen-Helferich gesichert zu sein scheinen. Und andererseits hat Meuthen durchaus ein Interesse daran, den Bundestagswahlkampf weiter negativ zu torpedieren, da er mit einem zu erwartenden schlechten Ergebnis Chrupalla sowie Weidel deutlich schaden kann. Warum also einen (belastenden) Neo-Nazi und sein Gefolge jetzt ausschließen? Ebenso scheint es nicht ausgeschlossen, dass die Meuthen-Follower Paul oder Wolf im Bundesvorstand ganz im Stillen das Gedankengut von Helferich sogar stützen. Paul war publizistisch in der Vergangenheit im NPD-Umfeld aufgefallen und Burschenschaftler Wolf hat ebenso eine ideologisch „problematische“ Vergangenheit. Beide „tarnen“ dies derzeit lediglich unter dem Banner des „Bürgerlichen“ im Meuthen-Lager.

Im Vorfeld ist demnach zu vernehmen, dass man gegen Helferich im AfD-Bundesvorstand am kommenden Montag allenfalls eine – völlig sinnlose – „Ordnungsmaßnahme“ in Form einer schriftlichen „Abmahnung“ andenkt. Der „Bruder im Geiste“ Lucassen soll gänzlich unsanktioniert bleiben. Damit will man die Causa offenbar schnell und geräuschlos zu den Akten legen. Die Folgen eines solchen Entschlusses und vor allem das damit gesetzte Zeichen wären allerdings fatal: Alle Mitglieder, die sich mit den Helferich-Aussagen keinesfalls gemein machen, müssten die Konsequenzen ziehen und aus der Partei austreten. Jeder, der sich NICHT in der geistigen Nachfolge der NSDAP sieht und weder den ursprünglichen noch den „demokratischen“ Freisler glorifizieren will, müsste sich ebenfalls von der Partei deutlich distanzieren.

Und im laufenden Wahlkampf wie auch bei künftigen öffentlichen Auftritten müssten sich Vertreter und Mandatsträger der Partei immer und immer wieder den Vorwurf zu Recht gefallen lassen, Neo-Nazis und NSDAP-Nachfolger zu sein. Und mit tatsächlicher Geltung dieses bislang ausschließlich propagandistisch genutzten Narrativs würden politische Inhalte – so sie denn überhaupt authentisch durch Personen vertreten werden können oder überhaupt vorhanden sind – gänzlich in den Hintergrund treten. Und die VS-Beobachtung, die man angeblich zu vermeiden gedenkt, würde schneller kommen als von den Altparteien erträumt. Aber würde das – nach dem Schulterschluss mit Lucassen und Helferich – die dann offen bekennenden potentiellen Verfassungsfeinde überhaupt noch interessieren?