EINTRITT IN „#ZENTRUMSPARTEI“: EX-#AFD-CHEF JÖRG (#SPENDEN“-) #MEUTHEN WILL CHRISTLICHE AUFBAU-ARBEIT LEISTEN (MIT #VIDEO-#INTERVIEW)!

Endlich ist es raus: Der „verlorene Sohn“, der großen Welt- und Europa-Politik und einer – jedenfalls aus seiner Eigenwahrnehmung – der fähigsten und erfolgreichsten Politik-Visionäre Europas (zumindest Deutschlands; vielleicht auch nur Baden-Württembergs) hat endlich eine neue Heimat gefunden: Ex-AfD-Bundessprecher Jörg („Spenden“-) Meuthen ist vor wenigen Tagen der „Zentrumspartei“ beigetreten, was er heute offiziell im Rahmen einer Pressekonferenz in Berlin mitteilte (Mitglieds-Nr.: 501). Gott sei Dank, möchte man als einer der 311 christlichen aktuellen Mitglieder des „Zentrums“ (Stand: 10.06.2022) einen Stoss-Seufzer gen Himmel schicken, unsere traditionsreiche Partei ist doch noch nicht verloren. Ein seit Jahrzehnten dahin vegetierender Intensivpatient im politischen Wachkoma hat jetzt vielleicht doch noch eine politische Zukunft – bevor die lebenserhaltenden Maschinen gänzlich abgestellt worden wären. Lang lebe der (neue) Kaiser! Aber die braven „Zentrum“-Recken, die jetzt wohl aus ihrem politischen Dämmerschlaf wachgeküsst worden sind, kennen ja den guten „bürgerlichen“ Jörg noch nicht. Also noch nicht so richtig jedenfalls. Schnell werden sie des „Kaiser´s neue Kleider“ kennenlernen – und erkennen, dass der „Kaiser“ politisch ziemlich nackt dasteht. Die meisten bei der AfD sind übrigens heilfroh (Achtung: Wortspiel!), dass er endlich weg ist. Die kennen den Jörg und seine „Kleider“ seit Jahren nur zu gut. Leider.

Und leicht komatös kam der gute Jörg auch visuell in seinem ersten Interview als neuer, kometenhaft am Himmel erscheinende „Zentrum-Star“ rüber, das er natürlich dem Staatssender ZDF exklusiv gab (siehe Video). Er wirkte etwas unausgeschlafen, optisch leicht aufgedunsen (Rotwein?), mit einer Art „Boris Johnson-Gedächtnis-Frisur“ (allerdings mit deutlich spärlicherem Haarvolumen) und etwas wirr in mancher Argumentation – wobei er zuletzt auch innerhalb der AfD durch wirre und irrlichternde Aktivitäten gegen die eigenen „Parteifreunde“ auffiel. Und die der Partei in den letzten 10 Wahlen regelmäßig massiv Mitglieder und vor allem auch Wählerstimmen kostete. Beim Exodus der – überwiegend patriotischen – Mitglieder war der Jörg selbst aktiv involviert (Parteiausschlussverfahren, Stasi-Sonderermittlergruppe, direkter Draht zur „urteilenden“ Bundesschiedsrichterin und „Juristin“ Ines Oppel für eine „passende“ Urteilsfindung), den Wählerabfluss befeuerte er permanent durch eigensinnige, spontane Presseaktionen in den Einheitsmedien meist unmittelbar vor den jeweiligen Wahlterminen (besonders perfide: Die verbliebene „Meuthen-Reste-Rampe“ in der AfD versucht nunmehr verzweifelt, Tino Chrupalla für die von Meuthen verursachten Wahlschlappen beim Bundesparteitag in Riesa ab 17.06.2022 verantwortlich zu machen). Unglaublich, aber wahr!

Im heutigen ZDF-Interview führte der „aufrechte“ Jörg aus, dass die AfD zuletzt seinem „Weltbild“ nicht mehr entsprochen habe – das sei beim „Zentrum“ jetzt anders. Welches „Weltbild“ hat er denn genau? Gehört denn Verleumdung, Spaltung, Hass und Hetze gegen Parteimitgleder nicht ganz eindeutig dazu? Jedenfalls gibt sich der Jörg ganz unschuldig und führt inbrünstig weiter aus, dass es in der „Zentrumspartei“ noch „fundamentale christliche Werte“ gäbe, die er vollumfänglich teile. Der Jörg und „christliche Werte“? Man reibt sich als Kenner der Person und Szene verwundert die Augen! Selbst bei einem nur oberflächlichen, öffentlich sogar verfügbaren Blick auf das „Persönliche“ in Jörg´s CV – für Nicht-Lateiner: „Curiculum Vitae“, also Lebenslauf (https://www.merkur.de/politik/joerg-meuthen-afd-ehefrau-kinder-und-privates-zum-spitzenkandidaten-zr-11946084.html) – muss einem „gläubigen Christen“ – und gerade einem rheinischen Katholiken – schnell auffallen, dass sich der gute Jörg wohl eher der „Vielweiberei“ hingezogen zu fühlen scheint als zu der traditionellen Einmal-Ehe zwischen Mann und Frau. Wäre da nicht eine „Islam-Partei“ viel zutreffender für ihn gewesen?

Unser heisser Tipp: Optimal wäre die, der, das BIG („Bündnis für Innovation und Gerechtigkeit“ – https://de.wikipedia.org/wiki/B%C3%BCndnis_f%C3%BCr_Innovation_und_Gerechtigkeit) gewesen. Da könnte der Jörg sogar noch eine weitere Frau mitbringen, wenn´s denn sein müsste. Die, der oder das BIG ist ein islamisch geprägter Ableger der türkischen AKP und holt in manchen Wahlkreisen – etwa in Duisburg, NRW – bei lokalen Wahlen schon mal deutlich zweistellige Prozent-Ergebnisse. Davon ist das „Zentrum“ und der Jörg noch Lichtjahre entfernt. Das gibt er auch bescheiden zu und betont beim Hinweis der ZDF-Sprechpuppe auf die „politische Kreisliga“, in die er sich nunmehr begeben habe, die „Größe der (vor ihm) liegenden Aufgabe“. Bei der Islam-Splitterpartei BIG wären auch sicherlich interessante, vielleicht sogar hitzige und „messerscharfe“ (Achtung: Noch ein Wortwitz) Diskussionen über „illegale Migration“ von kulturfremden Migranten in einer Moschee oder einem türkischen Kulturverein möglich gewesen (für Alt-AfDler unvergessen der Jörg-Moschee-Besuch, als er brav die Schuhe auszog!) – das hätte echten Charme (und ordentlich politisch Sprengstoff) gehabt. Und er wäre dadurch auch beim von ihm als „Professor“ so gefürchteten Verfassungsschutz (VS) als „Rechter“ dann auch automatisch raus gewesen. Aber BIG ist es nunmal nicht geworden – leider.

Immerhin sind auf ihn – nach eigenem stolzen Bekunden – seit seinem AfD-Austritt „mehrere“ Kleinstparteien aktiv zugekommen, die um seine Gunst, „Kompetenz“ und Erfahrung gebuhlt haben sollen (mit 4 oder 5 habe er sich angeblich näher beschäftigt). Klar, welche Kleinstpartei möchte nicht auch mal mit einem von der AfD und deren Mitgliedern erkämpften Europa-Mandat unverdient im grellen medialen Rampenlicht stehen? Wenn auch nur für ein paar Tage. Letztlich habe er sich für das „Zentrum“ entschieden, weil die Leute da so toll wären (wie das Foto unten deutlich zeigt, besitzen diese „tollen“ Leute nicht einmal schwarze Schuhcreme). Und die „Werte“ natürlich auch. Warum hat man von diesen „tollen“ Leuten und ihren „Werten“ bis heute aber nichts gehört? Seit Jahrzehnten? Ist es nicht viel eher so, dass die externen Meuthen-Financiers (GOAL AG, Conle u.a.) dem Jörg gesagt haben, es gibt nur weiter Geld für Dich, wenn Du zum „Zentrum“ gehst? Eine solche Aussage hätte für den Jörg jedenfalls entscheidendes Gewicht!

Na, egal. Der Jörg strebt ja auch keine Karriere an – wie er frech vor der Kamera behauptet. Er will als „einfaches Mitglied“ (mit Europamandat der AfD?) zunächst harte „Aufbauarbeit“ leisten – also richtig „Basisarbeit“ (Infostände, Flyer verteilen, Plakate hängen und Mitglieder werben sowie sich natürlich programmatisch einbringen) machen – und hatte dafür heute gleich mal „6 oder 7“ neue Mitgliederaufnahme-Anträge mitgebracht. Herrlich! Wer soll das eigentlich glauben? Da sind jetzt in den nächsten Tagen ganz schnell mindestens 200 Leute drin, die für den „Jörch“ (Kosename, kein Schreibfehler!) die Drecksarbeit machen und die Wähler belügen (das hat er doch in der AfD gelernt und praktiziert) – ruckzuck wird man ihn und einige seiner Vasallen „bitten“, doch auch die „Führung“ der Partei zu übernehmen. Wer die Musik bezahlt bestimmt auch, was gespielt wird. Und da muss in nächster Zeit einiges bezahlt werden. Wenn die Partei ihn ruft, würde der Jörg dann – so räumt er dann doch noch ein – auch nachgeben, wie er fast devot zu Protokoll gibt, und nach erprobter Manier professionell „führen“. Prima. Und Intrigen bzw. „Ränkespiele“ finden beim „Zentrum“ im Gegensatz zur AfD sowieso nicht statt, sagt der Jörg mit unschuldigem Augenaufschlag – wieder herrlich! Das ganze Intrigenspiel und das dafür erforderliche halbseidene „Personal“ bringt er doch jetzt höchstselbst mit! Das Interview ist wahrlich ein echter Schenkelklopfer.

Auf das (etwa 2,5-seitige) Programm des „Zentrums“ vom ZDF-Mann mühsam angesprochen (siehe Abbildung unten, auch als PDF-Download verfügbar), der den Jörg wie ein rohes Ei behandelt, betont er nochmals, er sei selbst ein tief religiöser Mensch „mit Gottesbezug“ – wie konnte er sich in der AfD über Jahre nur so verstellen? Bei seinem ehemaligen AfD-Kofferträger Joachim Kuhs (auch ein heisser Kandidat fürs „Zentrum“) ist das bekannt, aber der Jörg ein tief gläubiger Christ? Und wie konnte er sich in dieser Partei insgesamt nur so verlaufen? Wobei er das aktuelle Abtreibungsrecht bei allen religiösen Bedenken für eine sehr gute Lösung hält und die gesetzliche Beschlussfassung als „Sternstunde“ der parlamentarischen Demokratie in Deutschland lobt (das Regierungslob wird den Inlandsgeheimdienst wieder freuen – das gibt ein Fleisskärtchen). Na, da werden seine militanten neuen „Parteifreunde“ vom „Zentrum“ (früher Hardcore-Abtreibungsgegner) geschluckt und die Faust in der Tasche geballt haben – aber dieses „Problem“ habe das „Zentrum“, so der Jörg, längst überwunden und man wolle nach vorne schauen. Irgendwie meint man, das schon mal gehört zu haben. Oder nicht?

Programmatisch legt der Jörg dann noch gekonnt und professionell nach, als die Sprache auf das programmatischen Thema der „Massenmigration“ unter Ex-Kanzlerin Merkel in 2015/2016 kommt: Er legt größten Wert darauf, dass er Merkel´s Grenzöffnung schon immer für richtig gehalten habe (Aha! In der AfD, besonders bei den Kyffhäuser-Treffen des „Flügels“, hörte er sich aber immer ganz anders an….. – und auch das AfD-Grundsatzprogramm formuliert das, sagen wir, dezent anders), also er ganz grundsätzlich natürlich für Migration sei (Meuthen steht für „Bereicherung“ und „bunte“ Gesellschaft?). Es dürften aber eben nicht zu viele illegale Migranten nach Deutschland kommen, um sich vom Sozialstaat sorgenfrei versorgen zu lassen. Hhhhmmmm, was sind denn genau „zu viele“? Bereits heute leben über 25% Menschen „mit Migrationshintergrund“ in Deutschland. In den diversen Kinder- und Jugendlichen-Altersgruppen sind es teilweise schon deutlich über 75% – ist das noch nicht „zu viel“? Sollen es in der deutschen Gesamtbevölkerung 30%, 40% oder 50% Migrantenanteil werden? Der Jörg lässt das gekonnt und mit geheimnisvollem Blick offen.

Natürlich darf auch das AfD-Bashing am Schluss des Interviews nicht fehlen (auf diese „Climax“ arbeitet der ZDF-Mann erkennbar und gezielt hin). Der Jörg sieht die AfD als „verloren“ an, die Partei drifte immer weiter in Richtung „Rechtsextremismus“ ab (gut, da hat er mit dem Pöbel und den Proleten weiter Teile der „JA“ tatsächlich einen Wirkungstreffer gelandet – autsch!). Er rechne nach dem Bundesparteitag in Riesa mit einem Exodus aus der AfD (da weiss er wohl mehr, da er selbst ggf. aktiv daran arbeitet). Vordergründig betont der Jörg aber, dass das „Zentrum“ keine „AfD 2.0“ werden solle, eintrittswillige Ex-AfDler also nicht so einfach beim in die Partei eintreten könnten. Interessenten würden natürlich nicht gleich grundsätzlich abgelehnt, allerdings einer „sorgfältigen Prüfung“ unterzogen. Wen er persönlich kennt und befürwortet, lässt er gerne gewähren (ist der Jörg nach wenigen Tagen auch schon für die Mitgliederaufnahme zuständig?). Wir halten jede Wette, dass AfD-Mandatsträger bei der „individuellen Prüfung“ bevorzugt im „Zentrum“ aufgenommen werden. Und da kommen aus dem Bund und den Westverbänden durchaus einige in Frage.

Jedenfalls habe er aus den Fehlern der AfD gelernt und will mit dem Verfassungsschutz (VS) künftig keine Probleme mehr haben. Jawohl, der „Regierungsschutz“, der nach aktuellen Plänen der Innenministerin Nancy – ich war mal linksradikal – Faeser die Bürger bei Regierungskritik oder gar „Verschwörungstheorien“ (auf jeden Fall bei von der Regierungsmeinung abweichenden Aussagen) nach dem aktuellen Verfassungsschutzbericht künftig unter Generalverdacht der „Verfassungsfeindlchkeit“ stellen will, ist uneingeschränkt zu unterstützen. Tolle Idee, Jörg! Was ist dann nochmal eine „Opposition“?

Zum Schluss läuft der Jörg dann nochmal richtig zur Höchstform auf, provoziert seine ehemaligen „Parteifreunde“ mit dem Hinweis, die AfD sei ein „Auslaufmodell“, deren „Zeit vorbei“ sei. Nunja, auch hierbei können „seine“ Leute in Riesa am Ende der der kommenden Woche (17.06.-19.06.2022) aktiv „mithelfen“ – sollten die Gegenspieler der (national)konservativ-patriotischen Strömung aus den Westverbänden (z.B.: von Storch, Cotar, Paul, Wolf, Kuhs), die prolligen Neo-Nazis rund um die „Kölner Mischpoke“ (Clemens, Beckamp, Helferich u.a.) oder das Ost-Irrlicht Kleinwächter als scheinbar „vermittelbare“ und „gemässigte“ Kandidaten erneut mehrheitlich den AfD-Bundesvorstand blockieren, hätte das „Zentrum“ unter einem möglichen „Führer“ Jörg („Spenden“-) Meuthen anders als die kläglich gescheiterten „Neugründungen“ von Lucke oder Petry tatsächlich in den nächsten Monaten und Jahren eine durchaus realistische politische Chance auf einstellige Ergebnisse über 5%. Und damit könnte der „persönliche Rettungsschirm“ für den Jörg bei der Europawahl 2024 ggf. greifen (Mindestanforderung: 3,5%). Zumindest im Westen der Republik könnte die Rechnung somit auf niedrigem Niveau aufgehen. Aber wer – außer der Regierung, dem „Regierungsschutz“ und den Altparteien – kann das schon wollen?

ZDF-Interview vom 10.06.2022
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