Mit unserem Bericht zur Wahlversammlung der Alternative für Deutschland (AfD) in Magdeburg (29./30.07.2023) haben wir offenbar inhaltlich voll ins Schwarze getroffen (https://abakusnews.com/2023/08/01/afd-wahlversammlung-magdeburg-nahezu-ausschliesslich-rechtsextreme-ib-sympathisanten-verfassungsfeinde-und-neo-nazis-ins-europaparlament-peinlicher-skandal-durch-offene-vetternwirtscha/). Und den Nerv vieler Sympathisanten, aber vor allem auch zahlreicher Mitglieder angesprochen. Das beweisen sowohl die signifikant hohen Zugriffszahlen auf den Artikel in unserem Blog als auch die uns erreichenden nahezu 200 (!) Feedbacks, Nachrichten bzw. Kommentare.
Insbesondere Mitglieder der Partei sind bekanntermaßen in den vergangenen Jahren großes Leid und Elend in der AfD gerade hinsichtlich der über die parteiinterne „Beutegemeinschaft“ im Vorfeld festgelegten „Wahl-Kandidaten“ gewohnt, denn Klüngel, Vetternwirtschaft, Mandats- und Postenverschieberei sowie Stimmenkauf („Büchergeld“ oder „Stipendien“ an JA-Mitglieder, Beschäftigungsverhältnisse in Fraktion oder bei Mandatsträgern für entsprechendes „Wahlverhalten“) oder Korruption bestimmen mittlerweile, wer an welcher Stelle welches Amt oder Mandat in der AfD erhält. Allen voran betreffen diese undemokratischen Fehlentwicklungen die rechtsradikalen Verfassungsfeinde der sog. „Jungen Alternative“ (JA), die sich mittlerweile die AfD - mit dem „Frontend“ Alice Weidel - zur Beute gemacht haben. Wir hatten in unserem o.a. Artikel bereits darüber berichtet.
Jetzt scheinen die Qualifikations- und Leistungslosen der „Beutegemeinschaft“ und insbesondere der „JA“ allerdings die parteiinterne Schraube etwas überdreht zu haben: Unmittelbar nach der Wahlversammlung in Magdeburg und u.a. auch in Resonanz auf unseren deutlichen Artikel wurde zunächst in den Messenger-Gruppen ein „Geschäftsordnungsantrag“ verteilt, den eine ausreichende Anzahl Delegierter zur bevorstehenden „Wahlversammlung“ (Teil 2) in Magdeburg (04.-06.08.2023) der Versammlungsleitung vorzulegen beabsichtigt. Per gestrigen Mittwoch kursierte dann ein modifizierter „Verfahrensantrag“, ebenfalls zur Vorlage bei der anstehenden „Wahlversammlung“. Schließlich wurde parteiintern ein Schreiben des Landesverbands Brandenburg verteilt, der den identischen Sachverhalt aufgreift und den Bundesvorstand auffordert, entsprechend tätig zu werden (alle Dokumente s.u.). Alle Dokumente betreffen die Kandidatur von Mary Khan-Holoch aus Brandenburg, die Ehefrau des JAlers und Bundesvorstandsmitglieds Dennis Hohloch (Bundesschriftführer) auf Listenplatz 14. Dort erhielt die Kandidatin eine knappe Mehrheit von 52,0%.
Die übliche Vetternwirtschaft in der AfD nach dem Vorbild der „Graichen-Grünen“ läuft seit Jahren „versteckt“ über Messenger-Gruppen und final persönliche Absprachen der bevollmächtigten Multiplikatoren vor den „Wahlen“ ab. Die im Vorfeld der Versammlungen ausgekungelte Liste wird dann kurzfristig entweder an die Delegierten verteilt oder aber der zu wählende Kandidat wird pro Wahlgang per WhatsApp oder Telegram den Delegierten mitgeteilt. Gleiches gilt übrigens für die Zustimmung oder Ablehnung von Anträgen, Frageninhalte (z.B. bei Kandidaturen) oder ähnliche „Regieanweisungen“. Die Delegierten stimmen demnach mit überwiegender Mehrheit nicht in einer „freien“ oder „geheimen“ Wahl mit eigenem Willen und schon gar nicht als Vertreter der von ihnen repräsentierten Mitglieder ab, sondern sind letztlich willfähriges und manipulierbares Stimmvieh derer, die jeweils die Ansagen in den Messenger-Gruppen publizieren. Und das bei einer angeblich „basisdemokratischen“ Partei, die sich vermeintlich für “rechtsstaatlich“ hält - selbst demokratische Grundprinzipen werden bei der AfD nicht eingehalten. In die Manipulationen verwickelt sind insbesondere auch die „Versammlungsleiter“, die je nach Interessenlage den Versammlungsablauf ebenfalls beeinflussen. Daher sprechen wir nachvollziehbar auch immer in unseren Berichten von „Demokratie-Inszenierungen“ bei der AfD.
Für den Steuerzahler und Wähler sowie den weiteren Verfall der Demokratie in Deutschland sind derartige Vorgänge durchaus von Bedeutung: Immerhin hängen an diesen Wahlentscheidungen hohe Summen an Steuergeld für Mandatsträger, Mitarbeiter, Büro- und Sachkosten und nicht zuletzt die dringend von der Partei benötigte staatliche Parteienteilfinanzierung, die sich die meisten der AfD-„Politiker“ in der realen Welt noch nie erarbeiten konnten oder künftig werden erarbeiten können. Wie bei den Altparteien bildet sich mittlerweile auch bei der AfD leider eine große „Negativauswahl“ von persönlich, charakterlich, vor allem aber vor dem Hintergrund allenfalls mangelhafter Berufsausbildung, Qualifikation, Fachkompetenz und/oder Lebenserfahrung „gewählten“ Kandidaten aus. Ein besonders abschleckendes Beispiel stellt dabei der „Versager-Landesverband“ der AfD-NRW dar.
Warum sich jetzt ausgerechnet an der Kandidatin Mary Khan-Holoch in Magdeburg die Wut entzündet, kann obweflächlich nur damit begründet werden, dass für viele (Mitglieder) das Fass wohl übergelaufen und die Vetternwirtschaft wohl zu dreist und offensichtlich geworden ist. Dabei lief das beschriebene Absprache-Modell in Magdeburg bereits seit Listenplatz 1 exakt so ab wie von uns beschrieben. Ebenso wurden die wenigen „Anständigen“ über dieses „System“ bei den Wahlgängen blockiert bzw. behindert und letztlich aussortiert - insbesondere über die Anweisung „Nein gegen alle“ zu stimmen. Selbst für Bundessprecher Chrupalla war dies zu viel, er griff am Sonntag mit einer separaten Einlassung gezielt und undemokratisch in die „Wahlversammlung“ und damit in den laufenden Wahlprozess ein (Video-Sequenz unter o.a. Bericht)!
Aus der „Causa Khan“ könnte nun wider Erwarten doch noch für den interessierten Beobachter Spannung am kommenden Wochenende in Magdeburg entstehen. Khan, die übrigens bei Alice Weidel beschäftigt war, müsste nach diesen Vorkommnissen - bewusste arglistige Täuschung der gesamten Versammlung - eigentlich mit 100% Zustimmung der Delegierten von der Liste genommen werden. Ob dies jedoch erfolgen wird oder ob - ggf. Alice Weidel persönlich bzw. eine ihrer willfährigen Handpuppen - in die Bresche springen oder vielleicht die Versammlungsleitung (prädestiniert wäre nach dem „Erfolg“ bei der Bürgerschaftswahl in Bremen unbedingt der Kölner MdB Fabian Jacobi) Anträge in dieser „Causa“ fadenscheinig abwehren wird, um die Versorgung der treuen Weidel-Mitarbeiterin doch noch zu gewährleisten, darf mit Spannung verfolgt werden. Allerdings wäre Khan dann nur eine derer, die vor allem seitens der „JA“ mit deutlichen „Verschönerungen“ ihrer ohnehin dürftigen Vita das eigene (traurige) Bild aufzuwerten versuchten und ebenfalls vom Stimmvieh brav „gewählt“ wurden.






