#AFD-GRÖSSENWAHN: JETZT WILL #WEIDEL AUCH NOCH #KANZLERIN WERDEN!

Die Demoskopie-Werte der AfD kennen seit Monaten nur eine Richtung, die man im Sport wohl mit „Höher, schneller, weiter!“ umschreiben würde. Mit Umfragewerten zwischen 18% und 20% liegt die Partei zwar noch deutlich hinter der CDU (29%), mittlerweile hat sie aber insbesondere die Kanzler-Partei SPD (17%-18%) und vor allem auch die Deutschlandabschaffer und Klima-Faschisten der Grünen (15%-16%) klar hinter sich gelassen und ist bundesweit stabil zweitstärkste politische Kraft (nur das „CDU-lastige“ ZDF mit dem „Politbarometer“ weigert sich noch, diese Realitäten anzuerkennen). Die FDP mit derzeit 5%-6% ist für die AfD schon längst kein ernstzunehmender Gegner mehr, die Linkspartei sehen nahezu alle Meinungsforscher mit 4% nicht mehr im Bundestag.

In der deutschen Bevölkerung besitzt somit die schwächelnde links-rot-grüne Ampel mit zusammen gerade noch ca. 41% keinen legitimen Rückhalt zum Regieren mehr - kein Wunder, dass aus dem AfD-Lager schon grölende Rufe nach einem Rücktritt des Scholz‘schen Grusel-Kabinetts und Neuwahlen laut geworden sind. Und obwohl diese Befragungen der Demoskopen lediglich Momentaufnahmen sind, ist das deutsche Parteien-Establishment hochgradig alarmiert: Selbst „Nazi-Keule“, Verunglimpfungen und Ausgrenzungen und insbesondere die bundesweite „Beobachtung“ durch den sog. „Verfassungsschutz“ zeigen bei den Wählern offenbar keinerlei Wirkung - im Gegenteil, es scheint, dass die Werte in dem Maße zunehmen, wie die hilflosen Altparteien auf die AfD verbal eindreschen. Die schon immer sehr hohen Zuspruchszahlen der AfD in Mitteldeutschland konnte man sich noch mit den „komischen Ossis“ argumentativ zurechtlegen, die wohl das Prinzip der „Demokratie“ nicht verstanden hätten. Und außerdem sässen die Mehrzahl der (vernünftigen) Wähler doch in Westdeutschland - also alles im Lot? Keineswegs! Jetzt laufen auch im Westen im mehr zur AfD über.

Und was fasziniert die Deutschen eigentlich neuerdings an der AfD (immerhin könnten sich nach aktuellen Umfragen bis zu 59% der Wähler bundesweit vorstellen, die AfD auch tatsächlich zu wählen!)? Sind es denn die charismatischen, empathischen Politiker-Persönlichkeiten? Ist es eine tatsächlich „alternative“ Politik mit profunden Angeboten und qualitativen Lösungen in diversen Politikfeldern? Ist es schlicht ein „Umdenken“ innerhalb der Bevölkerung, die aufgrund der gesellschaftlichen und wirtschaftlichen Situation in Deutschland reflexartig nach „rechts“ rückt? Also neuerdings alles „Nazis“, Demokratiefeinde und „Putin-Versteher“?

Die Antwort ist vielschichtig und es ist schwer, die entscheidenden Einflussgrößen auf die zu beobachtenden Zuwächse zu identifizieren. Klar ist jedenfalls, dass es die konkrete (inhaltliche) AfD-Politik und die in den Parlamenten sitzenden Politiker definitiv nicht sind. Denn aus dem Bundestag und den meisten Landtagen kommt entweder politisch gar nichts („glorreiche“ Beispiele sind vor allem der „Versager-Landesverband“ NRW, aber auch Hessen, Bayern, Rheinland-Pfalz oder Baden-Württemberg - also gewissermaßen eine Arbeitsverweigerung und ein reiner Versorgungsverein) oder es kommen hochgradig dubiose, sich teilweise widersprechende (z.B. Ukraine-Krieg, Verhältnis zu Russland), haltlose, obskure oder völlig unrealistische Forderungen, die zudem mangels ökonomischem Sachverstand weder in ihren langfristigen Auswirkungen noch unter haushälterischen Aspekten überhaupt umsetzbar sind. Die AfD besticht lediglich mit zwei für den Wähler als angenehm empfundenen Vorzügen: Sie streitet kaum mehr öffentlich und vor allem dient sie immer besser als Projektionsfläche für den Protest bzw. die Enttäuschung der Altparteien-Wähler. Ein klassischer „Denkzettel“ - denn mittlerweile ist die AfD der einzige (zumindest nach eigenen Bekundungen) Gegenpol zu allen anderen Parteien. Dies zeigen auch die „Wählerwanderungen“ eindeutig: Nicht die Faszination über die AfD, sondern die massive Unzufriedenheit mit Regierung und schwacher CDU-Opposition treibt die Wähler verstärkt zu den „Rechten“.

Obwohl bekannt ist, dass diese Momentaufnahme nicht nachhaltig ist und aufgrund der Nicht-Politik der AfD nur ein Strohfeuer sein kann (nur etwa ein Drittel der aktuellen Wähler, also bundesweit 6%-7%, würden ihr Kreuz aus Überzeugung bei der AfD machen, für zwei Drittel wäre es ein reiner - temporärer - Denkzettel), bejubelt sich die „blaue Blase“ erfolgsbesoffen und völlig realitätsfremd in den eigenen Messenger- und Social Media-Kanälen. Und jetzt setzt ausgerechnet die fragwürdige und schillernde „deutsche Patriotin“ Alice Weidel, die mit ihrer Lebenspartnerin (soviel zum Thema einer AfD-Forderung nach einer „traditionellen Familie“) bezeichnenderweise in der Schweiz lebt und wohnt, dem ganzen Treiben noch die Krone auf: Nach übereinstimmenden Presseberichten habe sie - wohl in einem Anflug von Größenwahn - angeblich „Lust“, als Nachfolgerin von Angela Merkel den Intermezzo-Kanzler Scholz abzulösen! Ein wahrer Schnkelklopfer! Ausgerechnet die ursprünglich als Bundesvorstandskandidatin unter Frauke Petry gezielt „gecastete“ Weidel, die ihre scheinbare Karriere externen finanziellen Zuwendungen und persönlichen Vorteilsnahmen zu verdanken hat (manche würden das wohl „Korruption“ nennen)? Eine Frau, die die Partei um sechsstellige Summen nachweisbar geschädigt hat und die so gar nicht dem politischen Bild einer (national-) konservativen, patriotischen Partei entspricht masst sich an, Deutschland zu regieren? Das kann doch nur ein schlechter Scherz sein, oder?

Nein, Weidel - und ihre Hintermänner wie Tom Rohrböck - meinen das absolut ernst. Das Platzieren von korrupten Politik-Marionetten gehört für die Strippenzieher im Hintergrund zum zentralen Ziel. Mit einem scheinbar „patriotischen“ Ansatz, derben Sprüchen und einer medial - ausschließlich online - wirksamen „Dagegen-Politik“ scheinen die multiplen Krisen aktuell auf das Konto der AfD einzuzahlen. Aber was würde das konkret bedeuten, wenn die aktuellen Umfragewerte auch in Wahlergebnisse umgewandelt werden, eine lesbische „Kanzler*innen-Kandidatin“ Weidel tatsächlich durch die Medien irrlichtert?

Selbst das „politische Vorfeld“ der Neurechten - allen voran Götz Kubitschek - sieht die momentan ausufernden AfD-Werte kritisch. Auch er erkennt, welche Risiken und Probleme, welches Chaos politisch entstehen könnte, wenn noch mehr qualifikations- und leistungslose AfD-Mandatsträger den Staat finanziell belasten und weiter in den gesellschaftlichen und wirtschaftlichen Untergang führen würden. Kurzfristig wird es für dieses Dilemma keine Lösung geben, zumal die AfD nur scheinbar eine Machtoption besitzt, zumal sich die weiterhin orientierungslose CDU weigert, die „Brandmauer“ zur AfD einzureißen. Selbst Wahlerfolge in Thüringen, Sachsen oder Brandenburg mit Ergebnissen von jenseits 30% bei den Landtagswahlen 2024 würden an der aktuellen Situation nichts verändern. Im Gegenteil, die politische Gemengelage würde sich noch verschärfen, das „Regieren“ - ohne die AfD als Gesamtheit des Altparteien-Kartells - würde nicht für einen (national-)konservativen Wechsel sorgen, sondern das links-rot-grüne Establishment noch fester stabilisieren.

Wenn sich die AfD weiterhin überwiegend als „Versorgungswerk“ für Zivilversager versteht und sich politisch-inhaltlich nicht schleunigst professionalisiert, wird der aktuelle Größenwahn kläglich enden - wenn es weitere politische (und personell bessere) Alternativen geben sollte (z.B. „Wagenknecht-Partei“) könnten die Wähler die Hoffnung auf einen Politikwechsel anderswo suchen und der künstliche, nicht substanzielle Höhenflug der AfD könnte ein jähes Ende sehen.